Ilka Berger

Malerei | Grafik | Text

In verschiedenen Ansätzen nähert sich Ilka Berger dem Thema Fläche und Form, wobei sie einen besonderen Fokus auf amorphe Elementarformen in ihrer unendlichen Wandelbarkeit und der Möglichkeit einer erweiterten, eigens gesetzten Formsprache legt. Resultate dieser Auseinandersetzung sind sowohl grafische als auch malerische Umsetzungen.

In ihren Texten lotet Ilka Berger menschliche Befindlichkeiten und gesellschaftlich bedingte Verhältnisse und die daraus resultierenden Beziehungen aus.
Schleichendes Unbehagen durchflutet fiktionale Dystopien und kreiert einen düsteren Abgesang auf ein Menschsein, das immer auf bereits gegebene Bedingungen stößt. Die Kämpfe inmitten dieser vorgefundenen Bedingungen scheinen oft aussichtslos, werden aber durch Situationskomik und lebendiges Handeln einer sich zur Wehr setzenden Spezies durchbrochen.

… nur raus, raus hier. Nur einige Minuten zwischen den Kesseln umherlaufen. In den Gängen, achte darauf: das blaue Licht, die Kälte und deine Müdigkeit; Dämmerzustand. Immer springe ich zu spät auf die andere Seite; immer. Immer scheren sie aus; erst in letzter Sekunde. Omnidirektional, omnifunktional, ganz auf sich konzentriert, geben sie vor uns nicht zu sehen. Wir, träge Hindernisse, Gelegenheitsspielzeug, Angriffsziel gemeiner Attacken. Aber im Gang ist niemand. Zwischen den Stahlkesseln ist niemand. In den Spiegelungen nur die Kessel selbst; kalte Stahlkessel; glänzende Riesenfische.

Textfragment aus „ Episoden aus der neuen Welt“

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